Advents – Labyrinth

 

Das Christentum hat das Labyrinth schon früh in seinen Symbolschatz aufgenommen. Das älteste christliche Labyrinth befindet sich in der 324 n. Chr. gebauten Reparatusbasilika in Algerien. In frühen mittelalterlichen Handschriften finden sich immer wieder Labyrinthdarstellungen. In der Gotik erlebte das Labyrinth eine Blütezeit und wurde in viele Kathedralen eingebaut.

Das Labyrinth in der Stadtkirche lädt uns ein, diese Zeit bewusst zu erleben. Es wird von vielen genutzt, um im Geiste einem zurückgelegten Weg (dieses Jahres oder einer Krise, einer Beziehung etc.) noch einmal zu folgen bis zur Mitte – zum Tief- oder Höhepunkt des Erlebten. Von da aus tritt man den Rückweg verändert an durch all die Windungen und Kreise, bis man gestärkt zurück findet in die Gegenwart.

Der Weg durch das Labyrinth lädt aber auch ein zur Entschleunigung, indem einfach ein Fuß vor den anderen gesetzt oder im Pilgerschritt, zwei Schritte vor einer zurück gemacht wird, und man sich erlaubt, in den Kreisen den Überblick zu verlieren und nur diesen einen Schritt zu kennen, ohne ein Ziel, so dass man ganz ankommt bei sich selbst.

Im Advent erleben wir die dunkelste Zeit im Jahr, oftmals wird auch unsere Stimmung überschattet in dieser Zeit. Wie im Labyrinth schreiten wir hindurch, auf die Mitte zu, wo das Licht der Weihnacht mit seiner tröstenden Botschaft auf uns wartet.

Labyrinth 2022

Kontemplatives Gehen im Labyrinth an folgenden Terminen: Jeden Donnerstag im Advent, nämlich am 8. Dezember, am 15. Dezember und am 22. Dezember um 19:30  – mit kleinem Impuls von mir oder Joachim Neethen. Länge maximal 60 Minuten. ALLE sind herzlich eingeladen.